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Koffeinfreier Kaffee: Ein umfassender Leitfaden und ein Vergleich der Entkoffeinierungsverfahren

· Veröffentlicht 16. 5. 2017 · Aktualisiert 29. 7. 2026
Zusammenfassung

Entkoffeinierter Kaffee (Decaf) ist keine minderwertige Variante des herkömmlichen Kaffees – er stellt eine vollwertige geschmackliche Alternative dar. Er enthält deutlich weniger Koffein (in der Regel nur wenige Milligramm statt etwa 80–100 mg bei normalem Kaffee) und bewahrt den Großteil der natürlichen Inhaltsstoffe der Bohne, wie Polyphenole und Chlorogensäuren. Hinsichtlich des Geschmacks und der Schonung der Bohnen gilt das Schweizer Wasserverfahren (Swiss Water Process) als die anerkannteste Methode zur Entkoffeinierung.

Entkoffeinierter Kaffee ist eine vollwertige geschmackliche Alternative zu normalem Kaffee. Zwar verliert er während der Verarbeitung den Großteil seines Koffeins, behält jedoch einen großen Teil der Chlorogensäure und anderer Polyphenole, die natürlicher Bestandteil der Kaffeebohne sind. Er ist eine geeignete Wahl für alle, die den Geschmack von Kaffee lieben, aber ihre Koffeinaufnahme einschränken müssen oder möchten.

Wann wurde der entkoffeinierte Kaffee erfunden?

Das erste kommerziell erfolgreiche Verfahren zur Entkoffeinierung wurde von einem deutschen Kaffeehändler entwickelt Ludwig Roselius. Er entwickelte das Verfahren im Jahr 1903 und ließ es 1906 als den sogenannten „Roselius-Prozess“ patentieren – damals wurden zur Entkoffeinierung Lösungsmittel verwendet. Seitdem haben sich die Technologien grundlegend gewandelt, und die heutigen Methoden sind wesentlich schonender.

Wie wird entkoffeinierter Kaffee hergestellt? (Vier Verfahren)

1. Das Schweizer Wasserverfahren (Swiss Water Process)

2. Verfahren mit flüssigem (überkritischem) Kohlendioxid (CO₂-Verfahren)

3. Verfahren unter Verwendung von Ethylacetat (Ethyl Acetate)

4. Verfahren unter Verwendung von Dichlormethan (DCM)

Was enthält koffeinfreier Kaffee?

Was die Zusammensetzung betrifft, unterscheidet sich entkoffeinierter Kaffee nicht wesentlich vom klassischen Kaffee – der Hauptunterschied liegt im Koffeingehalt. Der Großteil der Polyphenole und anderer natürlicher Inhaltsstoffe, die in den Bohnen enthalten sind, bleibt erhalten.

Was bleibt im entkoffeinierten Kaffee übrig?

Polyphenole im entkoffeinierten Kaffee

Kaffee – einschließlich des entkoffeinierten Kaffees – enthält von Natur aus Polyphenole, insbesondere Chlorogensäuren. Ihre genaue Menge variiert je nach Sorte, Röstung, Zubereitungsart und Entkoffeinierungsverfahren, sodass entkoffeinierter Kaffee etwas weniger von bestimmten Inhaltsstoffen enthält als herkömmlicher Kaffee; der Unterschied ist jedoch in der Regel gering.

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Häufig gestellte Fragen

Frage: Enthält koffeinfreier Kaffee tatsächlich überhaupt kein Koffein?

Nicht ganz. Er enthält in der Regel nur wenige Milligramm Koffein pro Tasse (herkömmlicher Kaffee enthält etwa 80–100 mg). Für gerösteten Kaffee gilt für die Bezeichnung „koffeinfrei“ ein Grenzwert von 0,1 % Koffein in der Trockenmasse (Verordnung Nr. 187/2023 Sb.).

Frage: Ist entkoffeinierter Kaffee für den Abend geeignet?

Er enthält im Vergleich zu normalem Kaffee nur einen Bruchteil an Koffein, weshalb sich viele Menschen nachmittags und abends dafür entscheiden, wenn sie ihre Koffeinaufnahme einschränken möchten. Die Empfindlichkeit gegenüber Koffein ist jedoch individuell unterschiedlich.

Frage: Warum ist entkoffeinierter Kaffee oft teurer?

Der Entkoffeinierungsprozess stellt einen weiteren aufwendigen Schritt in der Kaffeeverarbeitung dar. Hochwertige Verfahren (wie Swiss Water und CO₂) erfordern spezielle Technologien, was sich im Preis niederschlägt.

Frage: Wie viel Koffein enthält koffeinfreier Kaffee im Vergleich zu den empfohlenen Grenzwerten?

Entkoffeinierter Kaffee enthält nur Spuren von Koffein (im Bereich von Milligramm pro Tasse), sodass er nur minimal zur täglichen Koffeinaufnahme beiträgt. Zum Vergleich: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gibt als allgemein unbedenkliche Koffeinaufnahme etwa 400 mg pro Tag für gesunde Erwachsene und etwa 200 mg pro Tag für schwangere und stillende Frauen an. Konkrete Empfehlungen zur Ernährung während der Schwangerschaft sollten Sie stets mit Ihrem Arzt besprechen.

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