Hochwertiger gerösteter Kaffee ist ein Lebensmittel mit langer Haltbarkeit. In der ungeöffneten Schutzverpackung behält er seine Qualität über viele Monate hinweg – hier erfahren Sie, wie Sie ihn richtig handhaben, damit er Ihnen möglichst lange schmeckt, und was die Angaben auf der Verpackung bedeuten.
Haltbarkeit und Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)
Gerösteter Kaffee (sowohl als Bohnen als auch gemahlen) ist gesetzlich wie folgt zu kennzeichnen Mindesthaltbarkeitsdatum („Mindesthaltbarkeitsdatum bis …“), nicht das Verbrauchsdatum („Verbrauchen bis …“). Bei abgepacktem Kaffee ist diese Frist in der Regel lang (normalerweise im Bereich von Monaten bis Jahren); das genaue Datum finden Sie auf der Verpackung.
Das ist ein wesentlicher Unterschied – es handelt sich um eine Angabe zu Geschmacksqualität. Werfen Sie den Kaffee daher nicht allein aufgrund des Verfallsdatums weg; beurteilen Sie ihn anhand seines Geruchs und seines Aussehens.
So lagern Sie Kaffee richtig
- Trockenheit, Kälte, Dunkelheit: Bewahren Sie das Produkt bei einer konstanten Temperatur von ca. 15–20 °C auf, geschützt vor direktem Lichteinfall und Feuchtigkeit.
- Schränken Sie den Luftzugang ein: Bewahren Sie ungeöffnete Verpackungen in der Originalverpackung auf; drücken Sie nach dem Öffnen die Luft heraus und verschließen Sie den Beutel oder den Behälter fest.
- Fern von Gerüchen: Kaffee ist porös und nimmt leicht Gerüche aus der Umgebung auf – lagern Sie ihn daher nicht in der Nähe von Gewürzen oder Reinigungsmitteln.
Nach der Eröffnung
Der Kaffee behält seinen besten Geschmack, wenn Sie die geöffnete Packung aufbrauchen innerhalb weniger Wochen. Es besteht kein Grund zur Eile, doch je länger die Verpackung geöffnet bleibt, desto mehr lässt das Aroma nach und nach nach.
Gemahlen vs. in Bohnenform
Durch das Mahlen vergrößert sich die dem Sauerstoff ausgesetzte Oberfläche um ein Vielfaches, sodass gemahlener Kaffee sein Aroma schneller verliert als ganze Bohnen. Wenn Sie eine Kaffeemühle besitzen, kaufen Sie Kaffee in Bohnenform und Schmelzen Sie es erst kurz vor der Zubereitung. — Dadurch gewinnen Sie deutlich an Geschmack. Verarbeiten Sie gemahlenen Kaffee nach dem Öffnen etwas früher als ganze Bohnen.
Kühlschrank und Gefrierschrank
Ein Kühlschrank nicht. Das wiederholte Hin- und Herbewegen aus der Kälte in die warme Küche führt zur Kondensation von Feuchtigkeit auf den Bohnen, und zudem nimmt der Kaffee Gerüche von anderen Lebensmitteln auf.
Gefrierfach: ja — Für die langfristige Aufbewahrung größerer Mengen ist dies eine geeignete Methode, sofern Sie die folgenden Schritte befolgen: Kaffee in Portionen schneiden für die einzelnen Raten bis zum luftdicht Verpackung, Verpackung Bitte nicht im kalten Zustand öffnen (lassen Sie die Portion auf Raumtemperatur erwärmen) und Frieren Sie dieselbe Portion nicht wiederholt ein.
Häufige Mythen
- „Ölige Bohnen = verdorbener Kaffee.“ Bei einer dunklen Röstung sind glänzende, ölige Bohnen auch bei frischem Kaffee normal. Ausschlaggebend ist der Geruch (ranziger Geruch = schlecht).
- „Abgelaufener Kaffee ist gesundheitsschädlich.“ Bei trockenem Kaffee in unbeschädigter Verpackung ist dies nicht der Fall – er schmeckt lediglich etwas flacher. Verzehren Sie den Kaffee jedoch nicht, wenn er feucht oder schimmlig ist oder einen ranzigen oder muffigen Geruch aufweist.
- „Kaffee bewahrt man am besten im Kühlschrank auf.“ Nein – der Kühlschrank schadet dem Kaffee eher (Kondenswasser, Gerüche). Besser geeignet ist ein dunkler, trockener Schrank, der nicht in der Nähe des Herdes und der Spüle steht.